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 | Die Existenzgründung |
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Die Existenzgründung war vor einiger Zeit doch viel einfacher.
Man brauchte lediglich ein paar Produkte und konnte recht preisgünstig bei eBay einen Online Shop eröffnen. Geringe Kosten, ein hohes Besucherpotential und auskömmliche Margen sicherten recht schnell ein zufriedenes Einkommen.
In der Zwischenzeit hat sich hier leider einiges verändert. Die dynamischen Änderungen der letzten Zeit bei eBay, Gesetzesänderungen und Wirtschaftskrise haben den Handel nicht einfacher gemacht.
Die Änderungen bei eBay haben die Margen der Händler immer weiter beschnitten. Die Einstellkosten wurden höher, der Paypal Zwang bei vielen Produktgruppen und Festpreisangeboten haben die Kosten weiter erhöht. Bei den vielen Änderungen hat man den Käufer immer mehr umworben und dabei den Verkäufer vergessen. Ganz speziell der kleine Händler ist von den Änderungen betroffen. Reagiert er nicht schnell genug, kann schnell eine negative Bewertung seine Darstellung bei eBay verschlechtern. Durch die Auflistung kann er mit seinen Produkten schnell auf schlechte Plätze abrutschen und wird dann nicht mehr gefunden. Die detaillierte Verkäuferbewertung tut hier ein Übriges. Hier können die Punkte 1 – 5 für die Zufriedenheit der Käufer vergeben werden. Ebay interpretiert hier aber nur 5 Punkte als Gut, 4 Punkte ist schon schlecht, weil eBay bei einigen Vergünstigungen eine Zufriedenheit von 4,5 oder mehr vorsieht. Selbst bei kostenlosem Versand erhält man bei vielen Kunden lediglich eine 4!
Aber auch Gesetzesänderungen, Wettbewerber und Rechtanwälte die nach neuen Einnahmequellen suchen erscherten in den letzten Jahren den Handel.
Reichte es vor ein wenigen Jahren aus, eine kurze Beschreibung des Artikels zu machen und ein paar schicke Fotos, so muss heute ein Anwalt das Angebot prüfen. Es müssen AGBs vorhanden sein, ein Widerrufsrecht, ein Impressum und auch noch die Steuernummer, um nur ein paar Details zu nennen. Macht man hier in der Beschreibung Fehler, oder wählt man die falsche Widerrufsfrist, oder auch nur eine falsche Wortwahl, so sind sofort Wettbewerber und Rechtsanwälte dabei und überschütten einen mit Abmahnungen. Solche Abmahnungen (durchaus ein sinnvolles Instrument, wenn es nicht missbraucht wird) können dem Händler schnell ein paar tausend Euro kosten. Kosten die die kleinen Margen in vielen Fällen nicht hergeben. Ich habe manchmal den Eindruck, dass AGBs und andere notwendige Formulierungen nur für Wettbewerber und Rechtsanwälte geschrieben werden, die Mehrzahl der Verbraucher überfliegen diese Texte noch nicht einmal, geschweige verstehen sie.
Aber auch die Wirtschaftkrise macht es vielen Händlern nicht gerade einfacher. Um die Liquidität des Unternehmens zu sichern, verkaufen viele Händler Ihre Ware unter ihren Bezugskosten. Lieber den Spatz auf dem Konto, als die Taube im Lager. Hierdurch werden aber Preise, Preisstrukturen zerstört, die nicht wieder geändert werden kann. Der Verbraucher zahlt in wenigen Fällen nicht mehr den regulären Preis, denn irgendwann gibt es irgendwo einen Sonderverkauf im Netz.
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Letzte Änderung am Donnerstag, 9. Juni 2011 um 12:59:06 Uhr.
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